Die meisten der wunderbaren Fotos auf diesen Seiten hat Thorsten Arendt gemacht. Der Fotograf begleitet die Werktage mit der Kamera, dokumentiert, sucht nach den Situationen, die stellvertretend für unser Konzept sind: Marc Günnewig von modulorbeat, der die Möbel plant und baut; Christian Fries, der intensiv schreibend am gelb leuchtenden Schreibtisch sitzt, Katja Kottmann und Richard Helbin im künstlerischen Zweikampf; Jan Klare, entspannt und engagiert beim Solo-Auftritt.
Neben diesen digital aufgenommenen Fotos, die Minuten nach dem Auslösen schon online stehen können, hat Thorsten sich eine zweite Herangehensweise überlegt, die den gesamten Prozess entschleunigt. Gewaltig entschleunigt sogar, denn für ein Foto können gut und gerne einmal vier Stunden draufgehen.
Thorsten setzt dazu eine Lochkamera ein. Immer also, wenn er mit einem silbrig glänzenden Eimer, der wie eine Lackdose aussieht – in Wirklichkeit ist es tatsächlich ein solches Gefäß – in die Stadthausgalerie kommt, kommt diese Camera Obskura zu Einsatz. Der Fotograf richtet sie an einer geeigneten Stelle aus, entfernt die kleine magnetische Abdeckung, von dem winzigen Loch – und im Inneren entsteht in einer langen Belichtungszeit das Foto. Das Besondere daran: Thorsten Arendt nutzt dazu keine Negative, die erst einmal auf Fotopapier übertragen werden müssen, sondern direkt ein spezielles Fotopapier, das mit ein wenig Fotochemie die Szenerie festhält.
Einzelstücke kommen heraus, die zumeist nur die Räumlichkeiten festhalten, in denen die Künstler der Werktage gelegentlich schemenhaft zu sehen sind – wenn sie sich eben einmal nicht allzu sehr bewegt haben.
Entstanden sind auf diese Weise einige eindrucksvolle Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die im Laufe der Werktage ebenfalls ausgestellt werden.


























































































