»Carsten Schmidt+Lancaster«

Nächste Künstler: Lancaster

18.Oktober 2010

Die letzten organisatorischen und personellen Lücken der Lancaster-Werktage sind nun gefüllt – wir sind bereit für unser Experiment, 4 Tage lang öffentlich zu proben und am 5. Tag das Erprobte als Konzert aufzuführen. Im Einzelnen begleiten, ergänzen, helfen und vervollständigen uns:

Mo. 25.10. ab 17 Uhr:

Hendrik Tarvenkorn (Cello).

Di. 26.10. ab 17 Uhr:

epiFUNias Gospelchor Münster (80-100-köpfig) unter der Leitung von Winne Voget.

Mi. 27.10. ab 17 Uhr:

4-köpfiges Bläserensemble unter der Leitung von Marc Picker: Marten Bornmann (Posaune), Philipp Clodt (Tenorsaxophon), Manfred Pohlschmidt (Trompete), Marc Picker (Altsaxophon).

Do. 28.10. ab 17 Uhr:

Thomas Bücker alias Jean-Michel (Elektronika, Tasten, Knöpfe, etc.)

Am Freitag, 29.10. folgt dann ein Konzert mit allen musikalischen Gästen der Woche, Start ist um 20 Uhr. Eine kleine Überraschung für diesen Abend haben wir noch in der Hinterhand – mal sehen, ob’s klappt.

Technischen Beistand erhalten wir die Lancaster-Werktage über durch Tobias Mennemeyer (http://www.notaufnahme-studio.de).

Fotografische Dokumentation erfolgt gewohnt ideenreich durch Thorsten Arendt.

Während unserer Woche in der Stadthausgalerie wird uns ein Filmteam begleiten – Jonas Köhne und Jan Telgkamp werden dort einen kleinen Dokumentarfilm über unsere Arbeit drehen. Eventuell ist dieser Film noch während der Werktage zu bestaunen – angedacht ist eine Aufführung für die Abschlussveranstaltung der Werktage Münster am 10.11..

Am Donnerstag werde ich mit einem Freund zusammen eine weitere Partitur eines Lancaster-Songs für den Gospelchor schreiben, anschließend bei Christoph Mett in der Stadthausgalerie vorbeischauen und mit Tobias, Jan und Jonas die letzten Technik-Details besprechen.

Aufbau der Technik, der Instrumente und die Einrichtung des Raumes für unsere Werktage: So. 24.10. am Nachmittag – wir sind gespannt wie ein bis zwei Flitzebogen!

Lancaster plus

03.Oktober 2010

Christian Fries schrieb, Katja Kottmann und Richard Helbin künstlerten, Jan Klare jazzt(e) – ich hatte mir vorgenommen, bei jedem der Werktage-Künstler für mindestens ein Bier vorbeizuschauen, um mich deren Kreativität zu stellen und um einen Eindruck von dem zu bekommen, was auf mich und auf meine Band Lancaster zukommen könnte.

Um die Ungewissheiten der Lancaster-Werktage in für mich etwas beruhigendere Bahnen zu lenken, bedarf es Einiges an Vorarbeit – obschon der Projekt- und Live-Charakter der Werktage erhalten bleiben soll. Zunächst mussten wir uns selbst klarmachen, was diese fünf Tage für uns bedeuten könnten – was wollen wir dort machen? Neue Songs „erfinden“? Der Raum hat letztlich den Plan für uns definiert, die Stadthausgalerie selbst. Dieser Raum muss besonders bespielt werden, denn er ist besonders – für’s Auge und für das Ohr. Unser Plan für die Werktage ist nun, unser Indierock-Quartett mit musikalischen Gästen unserer Stadt zu erweitern, mit ihnen Lancaster-Songs umzuschreiben, umzuarrangieren, zu erweitern, Platz für die Mitstreiter und für deren Parts zu schaffen und damit dann etwas Besonderes für uns als Rockband Lancaster zu kreieren. Einen großen Wurf zu landen. Ob der Plan gelingen wird?

Montag, 25.10. bis Donnerstag, 28.10. werden wir mit je einem speziellen Gast oder je einem speziellen Gästeensemble 2 bis 3 Lancaster-Songs neu entwerfen, mit allen Gästen zusammen dann am Freitag, 29.10. dieses Erprobte als großes Konzert spielen. Wenn das alles einigermaßen klappt, was wir uns da überlegt haben, hätten wir 8 bis 12 Songs mit 8 bis 30 neuen Mitmusikern in unserer Lancaster-Familie.

Feste Zusagen, Stand heute, 03.10.:

- Thomas Bücker (alias Jean-Michel) – in Kürze selbst als Werktage-Künstler tätig – als Bleeps- und Clonks-Elektro-Musiker und Soundbastler, der am Montag, 25.10. unser erster Gast sein wird – http://www.myspace.com/esmogplayground

- Der Cellist Hendrik Tarvenkorn (50% des Singer-Songwriter-Duos Jock Watson) wird uns am Dienstag, 26.10. ergänzen – http://www.myspace.com/jockwatson

- Der Alt-Saxophonist Marc Picker arrangiert für ein 3-4-köpfiges Bläserensemble zwei bis drei Lancaster-Songs – geprobt wird das gemeinsam mit uns am Mittwoch, 27.10..

- Der Haustechniker des renommierten Münsteraner Clubs AMP und Tonstudio Notaufnahme-Besitzer Tobias Mennemeyer begleitet uns die ganze Woche über als Mischer, Recorder, als technischer und vielleicht auch seelischer Berater – http://www.notaufnahme-studio.de

Eine offene Baustelle ist seit Wochen die Besetzung des vierten musikalischen Gästeensembles – wir wollen einen Chor oder einen Gesangsverein für den Donnerstag und für das Konzert am Freitag einladen. Bislang gab es allerdings leider nur Absagen – in der Regel nicht aus Desinteresse, sondern meistens aus Termingründen. Aber ein paar Ideen und Kontakte habe ich noch, man darf gespannt sein. [Hilfestellungen diesbezüglich sind übrigens sehr willkommen – wer einen Chor empfehlen kann, darf mich bitte kontaktieren!]

Was kommt also genau in der letzten Oktoberwoche auf mich und Lancaster zu? Etwas schlauer bin ich über die Gespräche, Kontakte und Eindrücke vor Ort schon geworden, aber wissen kann ich es nicht. Weil ich immer nur erahnen kann, wie wir uns dort machen werden. Zukunft eben. Aber dass es mir gefallen hat, den bisherigen Prozessen zuzusehen, das kann ich sicher sagen.

Lancaster @ Schauraum – Sa. 04.09.2010 19.00 Uhr

07.September 2010

Da stehe ich nun an der rechten Flanke der Stadthausgalerie, mit Wolfgang A. Müller an meiner Seite, meinem VOX-Verstärker und zwei weiteren Amps hinter, einem Mikrofon vor und einem weiteren Stativ neben mir. Ein Schlag in die Saiten und der etwa 200 qm große, weiße Raum lässt diesen Ton warm und lange nachklingen – fantastisch!

Zum ersten Mal spielen wir in dieser Mini-Besetzung gute zwei Hände voll Lancaster-Songs, ohne Drums, ohne Bass, ohne Keyboards – in der Hoffnung, dies möge den Projekt- und Probe-Charakter der Werktage Münster ein wenig widerspiegeln. Freunde sind gekommen, Werktage-Mitveranstalter und –Künstler schauen zu, einige Leute schlendern vom roten Schauraum-Teppich des Rathausinnenhofs in die mit zahlreichen Tageslichtprojektoren strahlende Galerie – manche neugierig, manche erschrocken ob der (allerdings in meinen Ohren moderaten) Lautstärke, manche laufen schlicht an uns vorbei, um sich den an die Wände geworfenen Künstler-Kurzbiografien zu widmen und manche bleiben stehen und lauschen.

Wolfgang hat sein Hallgerät über zwei Verstärker gekoppelt, so dass wir tatsächlich in einem wohlig-warmen Klangraum stehen. Nach den ersten beiden Songs traue ich mich, meine Stimme mehr zu modulieren, Töne und Silben zu ziehen – ich versuche, mit dem Raum und seiner Akkustik zu spielen, was mir sehr viel Spaß macht und was auch funktioniert.

Wir haben zu einigen aktuellen Songs ein paar ältere Stücke ausgegraben, die wir schon sehr lange nicht mehr gespielt haben – inklusive zweier Coverversionen. Wir starten somit öffentlich die Suche nach den Songs, die wir im Rahmen des Werktage-Konzeptes mit anderen Musikern neu arrangieren wollen. Dass der Rahmen (Raum, Helfer, Kuratoren, Künstler, Gäste) dabei so hilfreich sein kann, haben wir uns lediglich erhoffen können. Mit Rückenwind gehen Lancaster nun die Werktage an – werdet ein Teil davon!