»Ankündigungen«

Nächste Künstler: Filmwerkstatt Münster, Mo. – Mi., 14-22 Uhr.

06.November 2010

Eine Gruppe junger Filmemacher der Filmwerkstatt Münster schreibt, konzipiert, besetzt, dreht und schneidet in der Stadthausgalerie (Rathausinnenhof) einen Film – und das in nur 72 Stunden. Wofür Filmteams sonst Wochen und Monate brauchen, soll hier an drei Tagen funktionieren. Die Arbeiten beginnen am Montag um 14 Uhr; von Montag bis Mittwoch ist das Filmteam jeweils von 14 bis 22 Uhr in der Stadthausgalerie zu erleben.

Der wichtigste Komparse bei den Dreharbeiten ist die Stadt Münster mit ihren Gäste und Bewohnern. Es ist für die Filmemacher ein Laborversuch, ein Experiment. „Live“ werden die realen Ereignisse und Befindlichkeiten vor Ort mit in die Arbeit einbezogen. Spontane Interaktion mit den Besuchern, die bei freiem Eintritt den Dreharbeiten in der Stadthausgalerie beiwohnen dürfen, ist gewünscht.  Dem Publikum wird somit ein direkter und ungewöhnlicher Einblick in die Entstehung eines Films gegeben – besser als jedes „Making Of“ als Extra einer DVD. Am Mittwoch (10. November) zeigt die Filmwerkstatt dann ab 20 Uhr in der Stadthausgalerie das Resultat der Arbeit.

Die Realisierung des Kurzfilms während der Werktage ist Teil der Veranstaltung „Die Halbtotale“ im Rahmen des Filmfestivals Münster.

Nächster Künstler: Jeff Platz

31.Oktober 2010

Sein Lieblingsort in Münster? Der Jazzgitarrist mit Weltruf muss nicht lange überlegen. „Altes Gasthaus Leve“, sagt er. Und auf die Frage, was genau das Gasthaus am Alten Steinweg auszeichnet, sagt er nur ein Wort: „Haxe.“

Schon einige Male war Jeff Platz in Münster zu Gast. Er spielte mit seiner alten Band Lars Vegas U.S. in der Luna Bar und mit seinem eigenen Ensemble im Jahr 2007 beim Internationalen Jazz Festival. Für seine ausgiebigen Tourneen in Europa ist Münster stets erster Anlaufpunkt: Hier hat er Freunde gefunden, hier fühlt er sich wohl. Und hier lässt er sich inspirieren: von alten Steinen, interessanten Menschen – und der Haxe im Gasthaus Leve.

Als die Macher des Projekts Werktage Münster an ihn herantraten und fragten, ob er Lust habe, sich an dem Projekt zu beteiligen, musste Jeff Platz nicht lange überlegen: Der musikalische Freigeist aus Boston ist dabei und hat sich zur Aufgabe gemacht, in seiner Woche vom 2. November (Dienstag) bis 5. November (Freitag) (jeweils 17 bis 22 Uhr, Stadthausgalerie im Rathausinnenhof/Platz des Westfälischen Friedens) nicht weniger als eine „Münster-Suite“ zu erschaffen.

Die Idee: Jeff Platz besucht tagsüber Orte der Stadt, die ihm gefallen und zu denen er einen Bezug hat. Zum Beispiel das Alte Gasthaus Leve. Dort nimmt er die Stimmung auf und bringt diese – zurück in der Stadthausgalerie – zunächst auf Papier und schließlich in musikalische Form. Bei dieser kreativen Arbeit ist Publikum willkommen – eine einzigartige Möglichkeit, nah dabei zu sein, wenn ein international gefeierter Musikvirtuose aus Ideen zunächst Improvisationen und schließlich Kompositionen werden lässt.

Die „Münster-Suite“ wird Jeff Platz dann zum Abschluss seiner Werktage-Woche am Freitag (5. November) um 20 Uhr aufführen –spannende Gäste aus der Stadt inklusive.

Nächste Künstler: Lancaster

18.Oktober 2010

Die letzten organisatorischen und personellen Lücken der Lancaster-Werktage sind nun gefüllt – wir sind bereit für unser Experiment, 4 Tage lang öffentlich zu proben und am 5. Tag das Erprobte als Konzert aufzuführen. Im Einzelnen begleiten, ergänzen, helfen und vervollständigen uns:

Mo. 25.10. ab 17 Uhr:

Hendrik Tarvenkorn (Cello).

Di. 26.10. ab 17 Uhr:

epiFUNias Gospelchor Münster (80-100-köpfig) unter der Leitung von Winne Voget.

Mi. 27.10. ab 17 Uhr:

4-köpfiges Bläserensemble unter der Leitung von Marc Picker: Marten Bornmann (Posaune), Philipp Clodt (Tenorsaxophon), Manfred Pohlschmidt (Trompete), Marc Picker (Altsaxophon).

Do. 28.10. ab 17 Uhr:

Thomas Bücker alias Jean-Michel (Elektronika, Tasten, Knöpfe, etc.)

Am Freitag, 29.10. folgt dann ein Konzert mit allen musikalischen Gästen der Woche, Start ist um 20 Uhr. Eine kleine Überraschung für diesen Abend haben wir noch in der Hinterhand – mal sehen, ob’s klappt.

Technischen Beistand erhalten wir die Lancaster-Werktage über durch Tobias Mennemeyer (http://www.notaufnahme-studio.de).

Fotografische Dokumentation erfolgt gewohnt ideenreich durch Thorsten Arendt.

Während unserer Woche in der Stadthausgalerie wird uns ein Filmteam begleiten – Jonas Köhne und Jan Telgkamp werden dort einen kleinen Dokumentarfilm über unsere Arbeit drehen. Eventuell ist dieser Film noch während der Werktage zu bestaunen – angedacht ist eine Aufführung für die Abschlussveranstaltung der Werktage Münster am 10.11..

Am Donnerstag werde ich mit einem Freund zusammen eine weitere Partitur eines Lancaster-Songs für den Gospelchor schreiben, anschließend bei Christoph Mett in der Stadthausgalerie vorbeischauen und mit Tobias, Jan und Jonas die letzten Technik-Details besprechen.

Aufbau der Technik, der Instrumente und die Einrichtung des Raumes für unsere Werktage: So. 24.10. am Nachmittag – wir sind gespannt wie ein bis zwei Flitzebogen!

Nächster Künstler: Christoph Mett – Mi., 20.10 bis Fr., 22.10.

16.Oktober 2010

Wenn sich Christoph Mett Menschen widmet, dann intensiv und mit vielen Fragen. Und statt still Porträt zu sitzen, erzählen die Leute dem Illustrator ihre Vorlieben sowie Geschichten aus ihrem Leben. Christoph Mett hört zu, schreibt mit – und macht sich dann an die Arbeit. Das Resultat sind keine reinen Zeichnungen von Gesichtern, sondern Illustrationen mit Anhang – mal surreal, mal ironisch, mal detailgenau.

Im Rahmen der Werktage Münster wird Christoph Mett am Mittwoch (20.10.) von 17 bis 22 Uhr, am Donnerstag (21.10.) von 14 bis 18 Uhr sowie am Freitag (22.10.) von 17 bis 22 Uhr in der Stadthausgalerie (Rathausinnenhof/Platz des Westfälischen Friedens) auf seine Art Menschen aus der Stadt porträtieren. Passanten und Kunstfreunde sind eingeladen, sich selber porträtieren zu lassen oder dem Künstler bei der Arbeit zuzuschauen. Die gesammelten Werke werden schließlich Platz auf einem großen Leporello finden – einem Faltbuch mit Gesichtern und Geschichten der Stadt.

Christoph Mett ist der fünfte Künstler der Reihe Werktage Münster – einem Projekt, das nicht fertige Werke ausstellt sondern ihre Entstehung. Seit der Eröffnung im September sind bereits überaus spannende Prozesse geschehen und Werke entstanden; einen Eindruck davon gibt sein erster Beitrag auf dieser Homepage. Dort sind unter der Künstlerrubrik Christoph Mett auch bereits Werke zu sehen, die der Illustrator ihm Rahmen von „Schauraum“, der langen Nacht der Museen in Münster, gestaltet hat.

Nächster Künstler: Jean Michel / Thomas Bücker 11. bis 15.10.

05.Oktober 2010

„Geniale Ideen mit Witz, kluger Sound, killer Samples, gute Songs“ – eine Lobeshymne des Elektromusik-Fachmagazins De:Bug für Jean-Michael alias Thomas Bücker, die für die Werktage Münster Großes verspricht. Der Computermusiker, der im Neben- oder Hauptberuf – je nach Definition – als Grafikdesigner in Münster lebt und arbeitet, wird ab dem 11. Oktober in der Stadthausgalerie (Rathausinnenhof/Platz des Westfälischen Friedens) einen Track entstehen lassen, dessen Themen und Klänge die Stadt Münster vorgibt. Thomas wird jeweils zwischen 17 und 22 Uhr Geräusche und Töne sammeln und das Ganze schließlich am Freitag, 15. Oktober gemeinsam mit Gastmusikern zu einem Stück werden lassen.

Vorab schon hat sich Thomas Bücker von Münster und seinem Sound inspirieren lassen und etwa ein Preußen Münster-Spiel besucht. „Ich habe an verschiedenen Standorten im Stadion die Lautsprecheransagen und die Gesänge der Fans aufgenommen, die neu arrangiert und mit anderen Klängen gemischt sehr spannendes Material bieten“, erzählt der Musiker, der vor allem am Computer arbeitet. Bei den Werktagen wird er dies wie alle andern Künstlerinnen und Künstler öffentlich und verfolgbar tun und dem Publikum einen Eindruck geben, wie digitale Komponisten arbeiten.

Neben den gesampleten und digital bearbeiteten Klängen will Thomas aber auch „echte“ Musiker in seine Komposition einarbeiten, die er mit seinem „e-smogplayground”-Tonstudio erstellen wird. Am Montag wird zum Beispiel Carsten Nolte mit seinem Bass in der Stadthausgalerie für tiefe Töne sorgen. Der Musiker, der in Münster u.a. bei den Bands nolte. und Zipper Shtick spielte, wird „in dem großen Galerie-Raum vielleicht eine neue Musikrichtung erfinden: Hall’n’Bass“, sagt Thomas Bücker lächelnd. Am Donnerstag, 14. Oktober wird Wolfgang Müller, Kopf der Band „The Sellers“, mit seiner Gitarre den Münster-Soundscapes den letzten musikalischen Feinschliff verpassen. „Beim Abschlussabend am 15.10. wird Matthias Frick (aka Matthew Adams) seine Studio-Elektronik aus Bielefeld nach Münster bringen und einen externen Blick auf die Münster-Sounds werfen“, kündigt Thomas Bücker an.

Nächster Künstler: Jan Klare, 29.09.+30.9./02.+03.10.

26.September 2010

Münsters bester Saxofonist nutzt die Stadthausgalerie im Rathausinnenhof als Jazz-Labor. Der Eintritt ist frei, und hier das Programm:

Am Mittwoch (29.9.) entwirft er von 12 – 16 Uhr ein Solo-Programm.

Am Donnerstag (30.9.) entwirft Klare öffentlich ab 17 Uhr das Programm weiter und führt es um 20 Uhr als Konzert auf. ”Ich möchte die Arbeit vertiefen, die ich seit einigen Jahren allein vor mich hin betreibe und bei der ich versuche, meine Geschichten so deutlich wie möglich zu erzählen“, kündigt der Musiker an

Am Samstag (02.10.) bekommt der Saxofonist Unterstützung von den niederländischen Jazz-Ausnahmekönnern Wilbert de Joode und Michael Vatcher aus Amsterdam. Auch hier proben und diskutieren die Musiker ab 17 Uhr ein Konzert, das sie dann um 20 Uhr aufführen werden. Das Publikum ist eingeladen, sowohl die Entstehung eines Programms zu beobachten als auch das anschließende Konzert zu besuchen.

Am Sonntag (03.10.) beginnt um 15.30 Uhr ein Konzert für Kinder – eine Art Generalprobe für eine große Premiere, die Ende Oktober für den Hessischen Rundfunk in Frankfurt stattfinden wird. Das Kinder-Jazz-Projekt „Der Jazzibo – Hast Du Angst vor mir?“  erzählt von großen und kleinen Tieren sowie von der Frage, wer vor wem Angst hat. Jan Klare und seine Band You Are So Me sowie Sänger Achim Kämper und Erzähler Christian Fries nutzen die Geschichte, um einen spannenden Ausflug in die Welt der Klänge, Verkleidungen und Abenteuer zu unternehmen. Am Tag selbst findet auch von 11.30 bis 14 Uhr auch die öffentliche “Probe zur Probe” statt.


Ab Montag, das Duell: Katja Kottmann vs. Richard Helbin

18.September 2010

Zwei Künstler beschlagnahmen die Stadthausgalerie: Die Fotografin Katja Kottmann und der Grafiker und Maler Richard Helbin messen sich ab Montag (20.9.) eine Woche lang in einem Kunst-Duell.

Endlich sind der Geschmack und der Wert eines Kunstwerks nicht mehr die einzigen Kategorien, nach denen Kunst bewertet werden kann: Katja Kottmann und Richard Helbin fordern auch für die Kunst das Leistungsprinzip ein.

An jedem Werktag widmen sich die beiden einer neuen Disziplin – und zwar nach allen Regeln der Kunst. Angedacht sind ein Portraitierwettkampf unter dem Titel „Portraitieren-Malträtieren“ sowie der Wettstreit „Abramović-Reloaded“ in Anlehnung an die weltberühmte und provokante Peformance-Künstlerin.

Den Sieger bestimmt nach jeder Disziplin das Publikum.

Katja Kottmann (Foto) + Richard Helbin im Duell: Mo., 20.09. – Fr. 24.09., jeweils 17 bis 22 Uhr



Erster Künstler: Christian Fries, Sa. 11.09./Mi., 15.09 – Fr., 17.09.

07.September 2010

Christian Fries lässt einen Text entstehen!

Das Schreiben ist die vielleicht intimste und einsamste aller Kunstformen. Der Autor schließt sich ein, erschafft eine eigene Welt und hinterlässt schließlich einen Schlüssel in der Form eines Textes.

Christian Fries – Schauspieler, Musiker, Schriftsteller und Teilnehmer beim Wettlesen um den Bachmann-Preis – wagt das Experiment: Er schreibt öffentlich. Verfolgbar. Diskutierbar. Auf Impulse wartend. Sogar die Gedanken, die ihm beim Schreiben kommen, werden laut zu hören sein.

Am Ende seines Projekts entsteht nicht nur ein Text – sondern auch ein Eindruck davon, was wirklich passiert, wenn jemand schreibt.

Christian Fries in der Stadthausgalerie im Rathausinnenhof (Platz des Westfälischen Friedens):
Samstag, 11.09. (17 bis 22 Uhr)
Mittwoch, 15.09. (17 bis 22 Uhr)
Donnerstag, 16.09. (17 bis 22 Uhr)
Freitag, 17.09. (17 bis 22 Uhr)

Christian Fries